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vor der ambulanten Operation



ambulant oder stationär ?

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vor dem Erstgespräch im Krankenhaus




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vor der Aufnahme im Krankenhaus







Vor der Operation im Krankenhaus:

in welches Krankenhaus soll es gehen ?

Die Aufnahme ins Krankenhaus zu einer geplanten Operation erfolgt nie direkt. Wenn Sie eine Einweisung zu einer Operation vom Haus- oder Facharzt bekommen haben, müssen Sie sich für ein Krankenhaus entscheiden. Verlassen Sie sich auf die Empfehlung Ihres einweisenden Arztes. Er kennt die Qualität der Arbeit verschiedener Krankenhäuser und möchte natürlich, daß Sie bestmöglich versorgt werden.

Einige Überlegungen können Sie jedoch auch selbst anstellen:

Es gibt Spezialkliniken für bestimmte Erkrankungen. Hier werden einige Erkrankungen besonders häufig operiert. Die Routine ist hier besonders groß. Vor allem bei großen Operationen ist der Gang in ein solches Krankenhaus überlegenswert. Auch wenn es weiter vom eigenen Wohnort entfernt liegt.

Besteht der Verdacht auf einen bösartigen Tumor, die Diagnose ist aber noch nicht durch einen Pathologen gesichert, sollten Sie ein Krankenhaus auswählen in dem eine Schnellschnittdiagnostik während der Operation möglich ist. Wenn sich der Pathologe in direkter Nachbarschaft des Krankenhauses befindet, kann im Verlauf eines Eingriffs die Diagnose gestellt und die notwendige Therapie durchgeführt werden. Gibt es keinen Pathologen, der eine Untersuchung auf einen bösartigen Tumor durchführen kann, kann zusätzlich zum Eingriff der Probenentnahme, eine zweite OP notwendig werden bei der der Tumor dann entfernt wird. Das führt zu einer sehr unangenehmen Wartezeit mit dem Wissen das man einen bösartigen Tumor in sich trägt.



der geplant Gang ins Krankenhaus, wie es geht:

Wissen Sie in welches Krankhaus es gehen soll, rufen Sie zuerst einmal dort an und Fragen nach den Aufnahmemodalitäten.

Fragen Sie genau nach dem Ablauf. In der Regel nennt man ihnen Sprechzeiten zu denen Sie zu einem Vorgespräch ins Krankenhaus kommen können. Bei diesem ersten Gang ins Krankenhaus bleiben Sie nicht gleich dort!!!

Fragen Sie, ob Sie nüchtern sein müssen. In der Regel ist das nicht nötig.

Überlegen Sie sich Fragen die Sie stellen möchten vor dem Erstgespräch. Schreiben Sie sie auf, Sie vergessen sonst in der Aufregung sie zu stellen.

Bringen Sie alle Arztbriefe, Befunde und Röntgenbilder mit, von denen Sie sich vorstellen können, daß sie wichtig sind für Ihren anstehenden Krankenhausaufenthalt. Denken Sie an Allergiepaß und den Blutgruppenausweis, wenn Sie einen haben. Gehen Sie eventuell noch einmal vorher bei dem einweisenden Arzt vorbei, wenn Sie wissen, daß dort noch etwas liegt. Es erspart vielleicht eine unnötige Verschiebung der Operation, weil etwas in der Vorbereitung nicht stimmte. Wenn Sie viele verschiedene Medikamente benötigen, schreiben Sie bitte auf, wann sie welches Medikament in welcher Dosierung einnehmen.

in etwa in der Form:

Beloc Zok Tbl. 1-0-0

ASS 100 Tbl. 0-1-0

Zantic 300 Tbl. 0-0-1

Bringen Sie ansonsten wenigstens die Medikamentenschachtel oder die Beipackzettel mit. Das Problem besteht darin, daß sonst viel Zeit darauf verwendet werden muß weniger bekannte Medikamentenamen nachzuschlagen. Wie Sie vielleicht wissen, wird ein und derselbe Inhaltsstoff zum Teil unter 30 –40 verschiedenen Namen von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Kein Arzt kann alle kennen. Die Zeit, die verloren geht alle Medikamten zu sortieren, fehlt dann wieder für ein echtes Gespräch.

Bringen Sie sich etwas zu Essen und zu Trinken, sowie etwas zum Zeitvertreib mit (wie ein Buch oder eine Zeitschrift). Auch wenn Sie einen Termin haben, können schnell zwei Stunden vergehen bevor Sie dran kommen.

In dem Vorgespräch werden noch einmal alle Befunde gesammelt. Sie bekommen ein Schreiben für den Hausarzt dem noch fehlende Unterlagen und Untersuchungen mitgeteilt werden. Wird eine Operationsindikation gesehen, wird auch schon eine Vorbesprechung für die Operation gemacht. Natürlich wird ein Termin für die Operation festgelegt. Wichtig ist ,das Sie sich klarmachen, das der Termin immer nur vorläufig sein kann. Notfälle in der Nacht vor Ihrer geplanten Aufnahme oder ein fehlender Platz auf der Intensivstation können die Aufnahme verhindern. Es kann auch sein, daß Sie zwar aufgenommen werden, aber erst nach einigen Tagen operiert werden, wenn der Andrang groß ist.



Folgende Medikamente können eine schnelle planmäßige Operation verhindern, wenn sie nicht frühzeitig abgesetzt werden, da erst das Abklingen der Wirkung abgewartet werden muß. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, wenn Sie:

Acetylsalicylsäure (z.B. ASS, Colfarit, Aspirin und viele andere) einnehmen: Diese Substanz ist in vielen Schmerzmitteln enthalten, wird aber auch bei Durchblutungsstörungen gegeben. Die Gefahr einer Blutung nach der Operation ist erhöht.

Metformin (z.B. Glucophage, Mescorit, Mediabet und viele andere) einehmen: Viele Patienten mit einem Diabetes mellitus, also einer Zuckerkrankheit nehmen diese Substanz. Eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung kann auftreten, wenn Sie diese Substanz einnehmen und eine Narkose gemacht wird.

Tranylcypromin (in Parnate) einnehmen: Dieses Mittel wird bei sehr schwer behandelbaren Dpressionen verwendet. In einer Narkose können tödliche Blutdruckkrisen entstehen.

Phenprocoumon (z.B.in Marcumar) einnehmen: Dieses Medikament verursacht ebenfalls eine Blutverdünnung, die vor der Operation aufgehoben werden muß. Dies dauert einige Tage. Gleichzeitig muß ein anderes Medikament gegeben werden, daß Sie bis unmittelbar vor die Operation vor einer Gerinnselbildung schützt.

Lassen Sie sich schon die Aufklärungsbögen für Operation und Anästhesie mitgeben. Sie können sie so schon in Ruhe zu Hause anschauen und ausfüllen. Bedenken Sie, daß mehr Zeit für eine echtes Gespräch bleibt, wenn vom Arzt nicht so viel Schreibkram erledigt werden muß. Gleichzeitig werden Ihnen viele Fragen einfallen. Dinge die unklar sind markieren Sie ruhig mit einem Fragezeichen, damit Sie ausführlicher besprochen werden können.

Wählen Sie Ihren Termin so, daß Sie nach hinten noch „etwas Luft“ in Ihrer Planung haben. Im Gegensatz zur Praxis ist im Krankenhaus nicht sicher, ob Sie wirklich am geplanten Tag operiert werden. Es kann durchaus sein, daß sich ihr Termin zwei oder dreimal verschiebt. Gehen Sie Donnerstags oder Freitags in Krankenhaus, sind die Chancen doch noch über das Wochenende warten zu müssen nicht klein.



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