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Vollnarkosen


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teilweise oder ganz

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Teilnarkosen

die Narkose

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ohne zusätzliche Erkrankung




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mit zusätzliche Erkrankungen







Teil- oder Vollnarkose?

Manchmal kann man es sich aussuchen, häufig ist es durch die Art der Operation oder die individuelle Situation des Patienten vorgegeben.

Eine Teilnarkose kommt eigendlich nur in Frage, wenn der Patient prinzipiell mit der Tatsache klarkommt, die OP-Atmosphäre während der Operation zu ertragen. Dies kann erleichtert werden durch ein Beruhigungsmedikament und durch etwas Musik, die über Kopfhörer vorgespielt wird. Aber er ist wach, hört alles, sieht und fühlt einiges.

Vor allem mit dem Fühlen ist das so eine Sache....

Teilnarkose erzeugen einen Zustand in dem manche Empfindungen erhalten bleiben, andere - vor allem die Schmerzempfindung im OP-Gebiet - jedoch ausgeschaltet werden. Je nach Methode wird das Empfinden ganzer Körperteile (Arm, Bein oder Unterleib) vollständig oder teilweise ausgeschaltet. Und hier wird es dann auch schon kompliziert.

Versuchen Sie sich einmal theoretisch klar zu machen, daß Sie zwar eine Berührung an Ihrem Bein spüren, aber keine Kälte und keinen Schmerz. Das geht nicht so einach. Im normalen Alltag kommen Berührung, Temperatur und Schmerz letztlich zusammen vor. Praktisch wird diese Kopplung in der Teilnarkose aufgehoben. So kommt es dazu, daß Sie zwar Ihr Bein noch bewegen können, genau sagen können wo der Operateur Sie anfasst, aber die Desinfektion des Op-Gebietes mit kaltem Alkohol und auch der Schnitt mit dem Skalpell durch die Haut nicht spüren. Das müssen Sie akzeptieren können, dann ist eine Teilnarkose möglich.

Es gibt aber sehr gute Gründe für eine Teilnarkose:

ganz vorne ist die Teilnarkose zum Kaiserschnitt zu nennen:

hier wird das größte Risiko für die werdende Mutter (das Einatmen von Magensäure während des Einschlafens zur Vollnarkose) vermieden und die Eltern haben ein Geburtserlebnis, sie hören den ersten Schrei und bekommen das Neugeborene direkt nach der Geburt zu sehen. Es gibt keine Lücke und auch keinen Zweifel: ist dies wirklich das Kind das ich ausgetragen habe?

Bei einer Erkrankung der Blutgerinnung und bei schweren Infektionserkrankungen muß im Einzelfall vom Anästhesisten abgewogen werden, ob eine Teilnarkose möglich und sinnvoll ist.

Über ein Teilnarkoseverfahren (in der Regel in Kombination mit einer Vollnarkose) nachdenken, muß man bei der Amputation von Gliedmaßen um dem Phantomschmerz vorzubeugen. Das gleiche gilt für Eingriffe an Herz, Lunge, Magen, Bauchspeicheldrüse und Hauptschlagader (Aorta), wobei hier vor allem die Schmerztherapie unmittelbar nach der Operation im Mittelpunkt steht.

Für alle Patienten die sich überhaupt nicht vorstellen können, bei der Operation wach zu sein, kommt letztlich eine Vollnarkose in betracht. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, daß eine Teilnarkose immer schonender als eine Vollnarkose ist. Am wenigsten stimmt dies für Herz- und Kreislaufkranke unter Betablockertherapie, bei denen dann eine Spinalanästhesie durchgeführt werden soll. In jedem Einzelfall soll für den Patienten je nach bestehenden Zusatzerkrankungen und vorzunehmender Operation eine individuell abgewogen werden, was für ein Narkoseverfahren am günstigsten ist.

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